Didaktische Szenarien

Einleitung

Im Anschluss an die ausführliche Literaturrecherche in Bezug auf didaktische Ansätze zur Integration von Bildungstechnologie in der Ausbildung wurde zur Dokumentation der Ergebnisse ein Instrument zur Rasterung und Bewertung entwickelt.

In diesem Raster wird zunächst die ausgewählte Unterrichtsmethode ausführlich beschrieben und dabei näher auf ihre unterschiedlichen Arbeits- und Handlungsschritte eingegangen.

Daran anschließend erfolgen die Erläuterungen von spezifischen Teilbereichen. So geht es zunächst darum, festzulegen, welche Lernziele durch den Einsatz der Methode erreicht werden sollen. Darüber hinaus werden didaktische Prinzipien dargestellt, die die Art des Lernens beschreiben. Hierbei kann es sich beispielsweise um selbsttätiges, individualisiertes oder lehrergesteuertes Lernen handeln. Die Zuordnung erfolgt auf Grundlage der Ausführungen von Karl-Heinz Flechsig.

Bei (beruflicher) Handlungskompetenz wird grob zwischen Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz unterschieden. "Es handelt sich hierbei um die Bereitschaft und Befähigung des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten." Welche Form von Handlungskompetenz mit der jeweiligen Unterrichtsmethode gefördert wird, wird hier hinterlegt.

Nicht jede Methode eignet sich für die Vermittlung jeglichen Lerninhalts, daher müssen die Wissensbereiche in Bezug auf die Methode festgelegt werden. Zudem lässt sich nicht jede Methode im Bereich E-Learning umsetzen und anwenden. Da dieser Bereich für das Projekt von besonderer Bedeutung ist, wird hier genauer untersucht, ob ein Einsatz von E-Learning in Zusammenhang mit dem didaktischen Ansatz sinnvoll und möglich ist.

Manche Methoden eignen sich für bestimmte Zielgruppen besonders und können daher auch gezielt eingesetzt werden. Des Weiteren sind die Anforderungen an die Lernenden von großer Bedeutung, ebenso wie die Aufgaben der betreuenden Lehrenden. Ausschlaggebend sind hier vor allem der Anteil, den sie innerhalb des Unterrichts einnehmen sowie die von ihnen übernommene Rolle im Lernprozess.

Weitere wichtige Faktoren stellen die Lernortumgebung, die die Summe aller Faktoren, die das Lernen beeinflussen, beschreibt (zum Beispiel Lernort BBW, Berufsschule oder Betrieb) und der institutionelle Kontext dar, welcher hier auf die berufliche Bildung begrenzt wird.

Die Didaktik lässt sich in unterschiedliche Ebenen klassifizieren Makrodidaktik · Mesodidaktik · Mikrodidaktik. Dabei stellt die Makrodidaktik allgemein Unterrichtskonzepte oder Lernbereiche dar. Dazu gehört unter anderem der handlungsorientierte Unterricht oder der offene Unterricht. Die Mikrodidaktik bezieht sich im Gegensatz dazu konkret auf die Gestaltung von Unterricht bzw. die Ausbildungsmethoden. Beispiele hierfür sind Vorträge, Rollenspiele oder Lehrgespräche. Die Mesodidaktik stellt die Ebene zwischen Mikro- und Makrodidaktik dar und beschreibt die Unterrichtseinheiten, also didaktische Szenarien. Die Unterrichtsmethoden werden der entsprechenden Ebene zugeordnet.

Es erfolgt eine Darstellung von Beispielen aus der Praxis und Best Practice aus Unternehmen, um zu erörtern, ob es sich bei der Methode um ein bewährtes Unterrichtsverfahren handelt und welche Erfahrungswerte über den Einsatz im Allgemeinen vorliegen.

Vor- und Nachteile der Methode werden kritisch erfasst und sollen aufzeigen, in welchem Bereich sich die Methode am besten einsetzen lässt und welche Bereiche zu vernachlässigen sind. In diesem Zusammenhang werden auch Besonderheiten festgehalten.

Abschließend erfolgen die Erläuterung von Möglichkeiten der Kompatibilität zu anderen Methoden, um Zusammenhänge oder mögliche Anknüpfungspunkte herzustellen sowie eine Beschreibung des Organisationsaufwandes der Methode in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.

Die Einordnung in das Raster kann am Beispiel der Projektmethode nachvollzogen werden.

Nach dieser systematischen Auswertung und Erfassung der Ergebnisse anhand der didaktischen Matrix folgte eine Bewertung mit Hilfe eines selbst entwickelten Stärken-Schwächen-Profils. Dieses besteht aus einem Kriterienkatalog von unterschiedlichen Faktoren, die für das Projekt in großem oder weniger großem Umfang von Bedeutung sind. Daher werden diese auch unterschiedlich stark gewichtet. Der Einsatz von E-Learning in Bezug auf die ausgewählte Methode ist von größter Bedeutung, aber auch der unmittelbare Erwerb von Handlungskompetenzen sowie die Förderung von Selbstständigkeit sind wesentliche Faktoren.

Die Einbindung der Lehrenden sollte möglichst gering sein, die Interaktion der Lernenden untereinander hingegen sollte gefördert werden. Wenn ein Bezug zum Berufsalltag besteht, besonders zum Bereich der Logistik, ist dies ein guter Anknüpfungspunkt.

Die Umsetzbarkeit für besondere Zielgruppen sowie die Best Practice Ergebnisse aus der Praxis spielen eine untergeordnete Rolle. Dies gilt ebenso für den Organisationsaufwand der Methode, der selbstverständlich möglichst gering gewünscht wird und die Möglichkeit der Kombinierbarkeit mit anderen Methoden.

Im Stärken-Schwächen-Profil werden somit alle Ansätze miteinander verglichen und die daraus resultierenden Ergebnisse für die Erstellung der Synopse verwendet.

 

Stärken-Schwächen-Profil

Verschiedene Ausbildungsmethoden wurden für das Stärken-Schwächen-Profil mit Hilfe eines umfassenden Kriterienkatalogs analysiert und bewertet. Das Ergebnis finden Sie im folgenden Diagramm abgebildet.

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Raster für didaktische Ansätze

Im Anschluss an die ausführliche Literaturrecherche in Bezug auf didaktische Ansätze zur Integration von Bildungstechnologie in der Ausbildung wurde zur Dokumentation der Ergebnisse ein Instrument zur Rasterung und Bewertung entwickelt.

In diesem Raster wird zunächst die ausgewählte Unterrichtsmethode ausführlich beschrieben und dabei näher auf ihre unterschiedlichen Arbeits- und Handlungsschritte eingegangen.

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Didaktische Prinzipien

Bei "didaktische Prinzipien" handelt es sich um Anweisungen bzw. Empfehlungen zu didaktischem Handeln in allgemeiner Form, wie „Anschaulichkeit“, „Lebensnähe“ oder „Selbsttätigkeit“. Auf mittlerer Ebene wird beispielsweise selbsttätiges, individualisiertes oder lehrergesteuertes Lernen formuliert. Die Zuordnung zu den Methoden erfolgt auf Grundlage der Ausführungen von Karl-Heinz Flechsig.

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(Handlungs-)Kompetenzen

Bei (beruflicher) Handlungskompetenz wird grob zwischen Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz unterschieden. „Es handelt sich hierbei um die Bereitschaft und Befähigung des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten.“ (KMK Rahmenlehrpläne, 1999)

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Makro-, Meso- und Mikrodidaktik

Die Didaktik lässt sich in unterschiedliche Ebenen klassifizieren – Makrodidaktik – Mesodidaktik – Mikrodidaktik. Dabei stellt die Makrodidaktik allgemein Unterrichtskonzepte oder Lernbereiche dar. Dazu gehört unter anderem der handlungsorientierte Unterricht oder der offene Unterricht. Die Mikrodidaktik bezieht sich im Gegensatz dazu konkret auf die Gestaltung von Unterricht bzw. die Ausbildungsmethoden. Beispiele hierfür sind Vorträge, Rollenspiele oder Lehrgespräche. Die Mesodidaktik stellt die Ebene zwischen Mikro- und Makrodidaktik dar und beschreibt die Unterrichtseinheiten, also didaktische Szenarien.

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Literaturübersicht zu didaktischen Szenarien

Ergebnis dieses Modulteilbereichs ist ein umfassendes Literaturverzeichnis, das nach unterschiedlichen Schwerpunkten gegliedert ist. Die Einteilung der Literatur nach unterschiedlichen Schwerpunkten bzw. Unterkategorien soll dem Projektteam einen schnellen Zugriff auf bestimmte Texte erleichtern, sodass die Literaturliste flexibel genutzt und auch über die gesamte Projektlaufzeit fortgeführt bzw. modifiziert werden kann.

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